Ochsenschlepp-Stücke rundum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Kasserolle Schmalz erhitzen, Fleisch darin von allen Seiten her braun anbraten und wieder herausheben. Wurzelgemüse grobwürfelig, Zwiebel in große Stücke schneiden und ebenfalls im verbliebenen Fett goldbraun rösten. Mit Mehl stauben, durchrösten, Tomatenmark einrühren und rasch mit einem kräftigen Schuss Zweigelt aufgießen. Kurz aufkochen lassen, dann Rindsuppe (oder Wasser) zugießen, das Fleisch wieder in die Kasserolle zurückgeben und gemeinsam mit sämtlichen Gewürzen und der Zitrone zugedeckt für 2 bis 3 Stunden (am besten im Backrohr bei 180 °C) dünsten. Weich gedünstetes Fleisch aus der Kasserolle heben, Soße eventuell entfetten und bei großer Hitze einkochen lassen. Hat die Soße die gewünschte Konsistenz erreicht, mit glatt gerührtem Preiselbeerkompott, Senf und etwas Zweigelt vollenden, passieren und den Ochsenschlepp darin nochmals kurz erwärmen. Für den Häferlsterz Erdäpfel kochen, noch heiß schälen und anschließend mit einer Gabel grob zerdrücken. Masse salzen, mit Mehl vermengen und zwischen den Fingern abbröseln. Fett in einer großen Pfanne erhitzen, Erdäpfelmasse darin so lange anrösten, bis sich kleine Sterz-Klümpchen bilden. Sterz in einer extra Vorlegeschüssel anrichten und gemeinsam mit dem erwärmten Ochsenschlepp servieren. Als Beilage empfiehlt sich warmer Speckkrautsalat. Das Sterzfordern Der Sterz war im bäuerlichen Alltag der Steiermark nicht nur ein beliebtes Gericht, sondern ein über Jahrhunderte bewährtes Grundnahrungsmittel. Geriet er einmal zu dünn oder blieb die Magd mit dem Sterzpfandl Gott bewahre einmal überhaupt aus, so begannen die Knechte mit dem Sterzfordern, einer bäuerlichen Abart des Bummelstreiks. Einen Vaterunser lang wurde in diesem Fall die Arbeit eingestellt, und die Knechte begannen ein wildes Trommelkonzert mit Hacken und Dreschflegeln zu veranstalten, das den Gutsherren dazu bewegen sollte, den sozialen Frieden wiederherzustellen. War die Herrschaft zum Einlenken bereit, so war auch der Sterz schnell wieder da. Dass der Sterz eine frühe Form von Fast Food war, besagt zumindest das alte Sprichwort, ein Sterzgericht brauche nicht länger zu kochen, als eine langsame Magd benötigt, um über den Stubenboden zu gehen.
Michaela123aeiou · 26.11.2014
lecker
hsch · 17.08.2014
sehr pikant !
omami · 01.10.2013
Der Sterz ist ein absolutes Muß !!